Neues Spitzen-Gamingbook Clevo W870CU im Test

Heute haben wir einen besonderen Leckerbissen im Test.
Das Clevo W870CU ist bei uns in einer Grundausstattung am Start. Es wurde von der Firma Hawkforce geliefert und besitzt somit keine Logos auf dem Gehäuse.

Datenblatt:
Display: 17 Zoll Full HD (1920×1080)
Prozessor: Intel Core i7-720QM (1,6 – 2,8 GHz)
Grafikkarte: nVidia GeForce GTX 280M
Festplatte: 320 GB – 7200 rpm
Ram: 4 GB DDR3 (1333)
Ausstattung: Webcam, Bluetooth, Intel Wifi Link 5300, Firewire, HDMI, CardReader

Das Notebook wird im Auslieferungsstatus getestet.

Bilder:

Clevo W870CU Display
Die Ausleuchtung ist in wirklichkeit gut. Hier liegt es an meiner Kamera, dass es so ungleichmäßig aussieht.

Clevo W870CU offen

Clevo W870CU Tastatur

Clevo W870CU links

Clevo W870CU rechts

Clevo W870CU hinten

Clevo W870CU hinten offen

Erster Eindruck
Der erste Eindruck ist ein klares WOW. Das Notebook hat wenig gemein mit den stylish gehaltenen MacBooks, Vaios oder auch ganz nett anzusehenden HPs. Es ist ein Panzer. Einer der neueren Generation. Wenn man Autofan ist, könnte man sagen, der Reventon unter den Notebooks.
Die Verarbeitung ist gut. Nichts knarzt oder gibt wirklich nach. Erst bei starkem Druck kann man ein Nachgeben des Gehäuses provozieren. Fast das gesamte Notebook ist in einem matten Schwarz gehalten und zieht Fingerabrücke somit nicht magisch an.

3D-Leistung
Das wahrscheinlich entscheidenste Kriterium bei einem Notebook wie dem Clevo W870CU ist die Spiele-Performance. Hier macht die Kombination aus Core i7 und nVidia Geforce GTX 280M eine gute Figur.

Mit der Energieeinstellung “Balanced” kommt das Notebook auf gute 11662 3DMark06 Punkte. Mit der Einstellung “Höchstleistung” sind es gerade mal 200 Punkte mehr.
Das Referenzspiel Crysis lässt sich in Full HD (1920×1080) und einer Mischung aus High und Very High Einstellungen flüsig spielen.
Auch prozessorlastige Spiele wie GTA IV dürften viel Vergnügen bereiten.

Clevo W870 CU 3DMark06
Auflösung 1280×1024

Verarbeitung, Tastatur und Anschlüsse:

An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Nichts knarzt und es gibt auch keine großen Spaltmaße. Einzig der Deckel könnte etwas verwindungssteifer sein. Wenn man ihn an der linken oder rechten Ecke zum Öffnen anfasst, verbiegt er sich leicht. Das sollte aber im normalen Gebrauch kein Problem darstellen.

Die Tastatur ist vollständig (inklusiv Ziffernblock) und sieht mit den einzeln eingefassten Tasten sehr nett aus. Einzig die Federung könte ein bisschen straffer sein. Vielschreiber könnten nach langen Tippzeiten leicht schmerzende Fingerkuppen haben. Dies ist allerdings eine Vermutung, da mir das bei 3 Stunden Non-Stop tippen, das noch nicht aufgefallen ist.

Die Anschlüsse sind zahlreich. Es ist eigentliche alles vorhanden, was der Notebook-User benötigt. HDMI, 4xUSB, eSATA, Firewire, Netzwerkanschlüsse, Cardreader, Audioausgänge und CATV.

Die Temperatur des Notebooks hält sich angenehm in Grenzen. Auch ohne Thermometer merkt man, dass es sich nicht wirklich aufheizt. Lediglich der rechte Bereich der Handballenauflage erwärmt sich ein wenig. Allerdings nur lauwarm.

Die Geräuschkulisse war bei den Vorgängermodellen immer ein wirkliches Problem. Ich habe zwar keinen Vergleich aber das Notebook hat bei Officetätigkeiten einen noch angenehmen Geräuschpegel. Es ist kein hochfrequenter Ton, sondern einer von der angenehmen Sorte. Beim Spielen dreht der Lüfter schonmal auf, allerdings muss ich auch hier sagen, dass es für die gebotene Leistung noch OK ist und mich nicht stört.

Der Akku ist allerdings nicht auf dem neuesten Stand. Eine DVD hält er nicht durch und es wird von Clevo wahrscheinlich keinen größeren geben, da er so in das Notebook eingebaut ist, dass Clevo keinen Spielraum mehr hat. Da müsste schon die effektivität pro cm3 gesteigert werden.

Display und Sound:

Hier bin ich hin- und hergerissen zwischen himmelhoch jauchzen und nicht ganz zu Tode betrübt.
Fangen wir mit dem Himmel an:
Das Display ist ein Knaller. Satte Farben und ausreichend Helligkeit damit Spiegelungen nicht großartig zu sehen sind (es ist ein Glare-Display). Nach den Notebooks von Apple und dem RGB-LED vom Studio XPS von Dell ist dies das schönste Notebook-Display, dass ich bis jetzt gesehen habe. Ganz unten ist das Display in der Mitte einen sehr leichten (und ich meine wirklich SEHR leicht) Tuck heller. Das fällt aber auch nur dann auf wenn man ein komplett schwarzes Bild hat und genau dorthin schaut. Mein Fazit zum Display: erste Sahne.

Der Sound hingegen lässt zu wünschen übrig. Während hohe Töne noch gut wiedergegeben werden sind die Bässe nicht wirklich Bässe. Da sollte Clevo nochmal nachbessern und für 20 Euro mehr vielleicht ein paar bessere Lautsprecher einbauen. Auch verzerrt der Ton bei voller Lautstärke hin und wieder.

Fazit:
Ein sehr gutes Gaming-Notebook mit Leistung satt und kleinen schwächen beim Sound und Akku. Für die nächsten Monate sollte es ausreichen um alle Spiele in Full-HD und mit fast maximalen Details zu spielen. Das zur Zeit Preis/Leistungstechnisch beste 17 Zoll Spiele-Notebook auf dem Markt und auch rein von der Leistung her eins der besten. Mit neueren Treibern und Einstellungen wird man sicherlich noch einiges an Leistung rauskitzeln können.

Des weiteren muss man lobend erwähnen, dass das Book Ready2Go ausgeliefert wurde. Es ware keine störende Bloatware oder unnötiger Kram installiert.

Wer Lust hat, kann im Forum mit uns Diskutieren -> Clevo W870CU Diskussion

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